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Ausstellung "In Between? Image and memory"

bis 30.08.2020, Turm Kulturkirche St. Jakobi
Eine Ausstellung mit fotografischen Arbeiten eines internationalen Studierendenprojektes am Erinnerungsort Piasnitzer Wald (Piaśnica).



Studierende aus sieben europäischen Ländern trafen sich im August 2019 zu einem Fotografie- und Geschichtsworkshop in der Kaschubei, westlich von Danzig in der historischen Grenzregion Pommerellen. Im Piasnitzer Wald, wenige Kilometer von Neustadt (Wejherowo) entfernt, wurden zu Beginn des Zweiten Weltkrieges Tausende von Menschen unterschiedlicher Herkunft durch die Nationalsozialisten umgebracht. Zu den Opfern zählten Patienten der pommerschen Landesheilanstalt Stralsund. Mit den künstlerischen Mitteln der Fotografie beschreiben die Studierenden ihre individuelle Wahrnehmung des Erinnerungsortes im Piasnitzer Wald, der Kraft der Natur, der verborgenen Geschichte der Opfer. Die Ergebnisse können nach Präsentationen in Neustadt (Wejherowo) und Warschau (Warszawa) jetzt auch in Stralsund betrachtet werden.

Die Ausstellung ist ab sofort bis zum 30.08.2020 im Turm der Kulturkirche St. Jakobi in Stralsund (Dienstag – Sonntag 11:00 – 16:30 Uhr) zu sehen. Da die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sowie Projektpartner verteilt über ganz Europa leben, findet die Vernissage online am 1. August statt in Form von Audiobeiträgen.

Zur Entstehung

„Als ich das erste Mal in diesen Wald ging erwartete ich Schwere und viel Traurigkeit zu empfinden. Jedoch zeigte mir dieser Wald so viel Schönheit, Leben und Farben, so dass ich nach den Resten der Dunkelheit Ausschau hielt, die immer noch zwischen den Bäumen liegen.“ Lisa Heyer (Teilnehmerin)

Ein Fotoworkshop, Begegnungen mit Einwohnern, Vorträge über die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und Gespräche über die schwierige Vergangenheit – das sind nur einige Elemente des internationalen Studienprogramms in der früheren deutsch-polnischen Grenzregion. Die Kaschubei war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch deutsche, polnische, jüdische und kaschubische Einflüsse geprägt. Nach dem Ersten Weltkrieg verlief nicht weit von Neustadt (Wejherowo) die deutsch-polnische Staatsgrenze. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs leitete ein besonders tragisches Kapitel in der Geschichte der Region ein. Im Vorfeld der Gedenkfeierlichkeiten zum 80. Jahrestag des deutschen Angriffs auf Polen befassten sich die Teilnehmer/innen des Projektes »In Between?« vor allem mit der lokalen Erinnerung an die Ereignisse, die folgten: Zwischen Oktober 1939 und April 1940 wurden im Piasnitzer Wald (Piaśnica) bei Neustadt (Wejherowo) durch deutsche Einheiten Vertreter der lokalen polnischen Intelligenz sowie Verfolgte des Nationalsozialismus aus anderen Gebieten des Deutschen Reiches ermordet. Zu den Opfern zählten auch Patienten aus psychiatrischen Anstalten in Pommern. Bei Massenerschießungen starben rund 12.000 Opfer, an die Massengräber, Mahnmale und ein Sanktuarium im Piasnitzer Wald wenige Kilometer von der Stadt Neustadt (Wejherowo) erinnern.

Fachliche Begleitung des Workshops

Unter Leitung der Fotografin und Künstlerin Katarzyna Sagatowska erarbeiten die Studierenden eine Ausstellung. Die Studierenden waren eingeladen, mit den Mitteln der Fotografie ihren persönlichen Blick auf den Ort des Geschehens und Formen des Gedenkens an die Opfer 80 Jahre später zu reflektieren.

Euthanasie-Opfer aus Stralsund

Die nationalsozialistische Führung nutzte auf maßgebliche Initiative des Gauleiters für Pommern Franz Schwede-Coburg diese Exekutionsstätte in den Piasnitzer Wäldern, um bereits vor dem Beginn der zentralen »Aktion T4« im Januar 1940 psychisch kranke Patienten zu töten. Davon betroffen waren auch Patienten der pommerschen Landesheilanstalt Stralsund, die im November 1939 als erste Anstalt im Reichsgebiet zwecks Umnutzung der Gebäude als SS-Kaserne geräumt wurde. Insgesamt 1400 Patienten aus den Anstalten des pommerschen Provinzialverbandes wurden bis Anfang Dezember 1939 in den Wäldern bei Piaśnica erschossen. Zu diesem Verband gehörten 1939 insgesamt 5 Heilanstalten: Ueckermünde, Lauenburg (Lębork), Treptow an der Rega (Trzebiatów), Stralsund, Meseritz-Obrawalde (Międzyrzecz). Das Klinikum West (Helios) auf dem Gelände der früheren Landesheilanstalt Stralsund gedenkt mit zwei Mahnmalen auf dem Klinikgelände seiner Euthanasie-Opfer. Jedes Jahr gibt es zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar eine Veranstaltung. Im Bahnhofsgebäude Stralsund erinnert eine »Stolperschwelle« (ebenso auf dem Klinikgelände) des Künstlers Gunter Demnig an die Transporte der Opfer nach Neustadt (Wejherowo).

Ausstellung des Europäischen Netzwerks Erinnerung und Solidarität, Warschau, präsentiert in Kooperation mit der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg am Pommerschen Landesmuseum, dem Helios Hanseklinikum Stralsund, der Erinnerungs- Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V. und dem Kreisdiakonischen Werk Stralsund e.V.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • Alexia Anastasiadi
  • Matylda Awdziejczyk
  • Paweł Grabowski
  • Riley Graham
  • Lisa Heyer
  • Merlin Kaziaj
  • Olha Korop
  • Raluca Patricia Nistor
  • Anna Szejbut
  • Alice Straniero
  • Fotini Terzaki

Projektträger

Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität: https://enrs.eu/inbetween

Partner des Projektes

  • Bundesinstitut für Kultur und Geschichte derDeutschen im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg
  • Museum Piasnitzer Wälder in Wejherowo (Neustadt)
  • KZ-Gedenkstätte Stutthof (Sztutowo)
  • Museum des Zweiten Weltkriegs, Danzig (Gdańsk)
  • Institut für Nationales Gedächtnis (IPN), Danzig (Gdańsk)
  • Zentrum für zeitgenössische Kunst Łaźnia, Danzig (Gdańsk)
  • Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Warschau (Warszawa)

Partner der Ausstellung in Stralsund:

Helios Hanseklinikum Stralsund

Kulturkirche St. Jakobi Stralsund

Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse

Organisatoren der Ausstellung in Stralsund:

Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg

am Pommerschen Landesmuseum Greifswald

Kontakt für Anfragen

Julia Kruse

Pommersches Landesmuseum

Rakower Straße 9

17489 Greifswald

Telefon: +49 (0) 3834 83 12 25

 

 

 


Kulturkirche St. Jakobi

18439 Stralsund, Jacobiturmstraße 28 a

Kontakt: Kreisdiakonisches Werk Stralsund e. V.
Telefon: 03831-309696
Fax: 03831-309697
E-Mail: jakobi.kulturSPAMFILTER@kdw-hst.de
Verweis: www.jacobi-stralsund.de