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Theaterstück "Ödipus auf Kolonos - Ich bin nicht Dein Projekt"

Am 12.04.2019 wird das Theaterstück mit Zuwanderinnen und Zuwanderern sowie Einheimischen in der Kulturkirche St. Jakobi aufgeführt.



ÖDIPUS AUF KOLONOS ist die letzte Tragödie des antiken Dichters Sophokles. Ein Abschiedsstück, erst nach seinem Tod uraufgeführt, will er seine berühmteste Figur Ödipus - der einst seinen Vater erschlagen und mit seiner Mutter vier Kinder zeugte - in einen friedlichen Tod schicken. Ziel seiner Wanderung des einst machtvollen Königs von Thebens, ist der heilige Hain auf dem Hügel Kolonos. Dort möchte er loslassen vom Irdischen und zermürbenden Spielen der Macht.

In ihrer bereits zweiten Inszenierung versuchen Zuwanderinnen und Zuwanderer innerhalb des Theaterprojektes ÜberGrenzen, dieses teils wortgewaltige und schwierige Spätwerk, in ihrer ganz eigenen Interpretation auf die Bühne zu bringen.

Da ist der selbstenthüllende unwissend schuldig gewordene Ödipus, der Geblendete, welcher sich längst aus dem Seelengefängnis menschlicher Ohnmacht befreit hat. Er sucht Asyl beim weitsichtigen Herrscher Athens. Doch während Kreon und Ödipus Söhne, ihm seinen Tod verwehren wollen, kommen ihm seine Töchter zur Hilfe. So beginnt eine Zerreisprobe auf dem Hügel von Kolonos, einem Übergangsort und Zwischenraum, wo das politische, weltliche und heilige aufeinander trifft, einem Ort an den Grenzen des Ideals eines Rechtsstaates.

ÖDIPUS AUF KOLONOS ist ein Theaterstück indem sich die Spielerinnen und Spieler auf den Spuren dieses alten mythologischen Stoffes begeben. Doch inmitten griechischer Theatralik, werden sie immer wieder aus dem Geschehen ins Hier und Jetzt katapultiert. Mit Humor und zugleich Ernsthaftigkeit, stellen sie sich den Fragen unserer Zeit.

Sophokles selbst auf Kolonos geboren, setze mit seinem gestrandeten Ödipus ein letztes Denkmal, an die einst dem Untergang geweihte attische Demokratie und damit seinem Heimatort, an dem sich der Grad einer Kultur und Zivilisation messen lies.
Eine Produktion des Kreisdiakonischen Werk Stralsund e.V. mit Unterstützung des Landes Mecklenburg Vorpommern, der Hansestadt Stralsund und der Ehrenamtsstiftung MV.

Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.

Reservierungen unter der Telefonnummer 03831 - 30 96 96.

Beginn am 14.03. um 18 Uhr; am 18.03. und 12.04. um 19.00 Uhr.


Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.

18439 Stralsund, Jacobiturmstraße 28 a

Telefon: 038 31 – 309696
Fax: 038 31 – 309697
E-Mail: jakobi.kulturSPAMFILTER@kdw-hst.de
Verweis: www.kdw-hst.de