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Schloss & Park Ralswiek

In traumhaft schöner Lage, direkt am Großen Jasmunder Bodden, eingebettet in einen zauberhaften Park, steht das "Märchenschloss" Ralswiek oberhalb der Naturbühne, auf der alljährlich die Störtebeker Festspiele aufgeführt werden.




Der Bauherr des Schlosses von Ralswiek, Hugo Sholto Oskar Georg Graf Douglas (geb. 1837), entstammte einer um 1700 aus Glaubensgründen von Schottland nach Deutschland ausgewanderten Familie. Nach dem Studium der Chemie in Berlin und Heidelberg konzentrierte sich seine berufliche Tätigkeit auf den Kalisalz- und Braunkohlenbergbau. Er entdeckte das nach ihm benannte Kalisalz Douglasit und gründete das "Kali und Steinsalz Bergwerk Douglashall".

Während eines Besuchs auf Rügen, bei dem er die reizvolle Landschaft der Insel kennen gelernt hatte, entschloss sich der erfolgreiche Großindustrielle im Jahr 1891 zum Erwerb des Gutes Ralswiek, um sich auf der Anhöhe über der malerischen Bucht des Großen Jasmunder Boddens seinen Alterssitz errichten zu lassen. Das Konzept des Berliner Architekten G. Stroh sah einen zweigeschossigen turmbewehrten Prachtbau im Stil französischer Renaissanceschlösser an der Loire vor. Im rechten Winkel und in geringem Abstand zum prächtigen Schloss errichte man eine Reithalle mit einem Staffelgiebel und vier kleinen Ecktürmchen. Um das Schloss herum wurde nach 1894 die bereits seit 1810 bestehende Parkanlage zu einem Landschaftspark mit vielen dendrologischen Seltenheiten umgestaltet und erweitert einschließlich der großen Rasenflächen, die sich vom Schloss bis hin zum Großen Jasmunder Bodden erstrecken.

Durch seine berufliche Tätigkeit lernte der Graf bereits Ende des 19. Jahrhunderts den belgischen Innenarchitekten Henry van de Velde (1863-1957) kennen, der die Vorlagen lieferte für die Gestaltung der großen Eingangshalle mit dem prächtigen Kamin, den aufwändigen Wandvertäfelungen und der repräsentativen Treppe zum Obergeschoss, den großen Salon mit der Wandtäfelung und den darin eingebauten Buffets, den Wandleuchten wie auch den eleganten Messingtürgriffen im heutigen van de Velde Raum. Des Weiteren stammt von ihm der Entwurf für den Verbindungstrakt zwischen Schloss und Reithaus.

Bis zur Enteignung im Jahr 1946 blieb das Anwesen in Besitz der Familie Douglas. Nach der Bodenreform wurde das Schloss zunächst als Obdachlosenheim genutzt, später beherbergte es viele Jahre ein Altersheim. Bis in die 90er Jahre betrieb das Deutsche Rote Kreuz hier ein Behindertenheim. Nach mehrjährigem Leerstand erwarb die Kurimmobilien Raulff OHG das marode Gebäude. Zwischen 2000 und 2002 wurden umfassende Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten vorgenommen. Großen Wert legte Familie Raulff auf den Erhalt aller Details der Inneneinrichtung aus der Zeit um 1914. Bei der feierlichen Eröffnung zum Schlosshotel Ralswiek im März 2002 waren der Enkel Graf Hugo Sholtos, Graf Angus Douglas, sowie dessen Sohn, Archibald Angus, als Ehrengäste anwesend.


Kontakt: Schlosshotel Ralswiek

18528 Stralsund, Parkstraße 35

Telefon: 03838-2032-0
Fax: 03838-2032-222
E-Mail: infoSPAMFILTER@schlosshotel-ralswiek.de
Verweis: www.schlosshotel-ralswiek.de